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Gänsehaut-Atmosphäre beim letzten Spiel PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christa Strobel   
Sonntag, den 16. Mai 2010 um 06:58 Uhr

Die erste Handball-Herrenmannschaft der SGH St. Ingbert hat den Klassenerhalt geschafft. Sie siegte vor einer fantastischen Fankulisse, frenetisch umjubelt und zum Sieg getragen von den Zuschauern, gegen den Tabellennachbarn und direkten Konkurrenten HSG Biewer Pfalzel mit 34:31 (15:15). Unter den Fans waren auch Oberbürgermeister Georg Jung und der CDU-Bundestagsabgeordnete Alexander Funk.

Gänsehaut-Atmosphäre herrschte nicht nur zu Beginn des Spiels. Druck machen und den anderen unser Spiel aufzwingen war die Marschrichtung der SGH St. Ingbert in den ersten sechs Minuten (7:3), sowohl im Angriff als auch in der Abwehr funktionierte es für St. Ingbert gut. Biewer-Trainer Henk Mauruschatt nahm eine Auszeit, und schon erzielten die Gäste den Ausgleich (7:7,12.), vor allen durch eine konzentrierter und erfolgreicher agierende Abwehr. Die Jungs um Kapitän Michael Deckert trafen auf einmal nicht mehr, die HSG übernahm die Führung (8:9, 17.), lag vier Minuten vor Ende der ersten Hälfte mit 10:14 vorne. Peter Jancik wurde eingewechselt, ein Ruck ging durch das Team der Gastgeber, zweimal feuerte Philip Forster ins Tor, durch unkonzentriertes Spiel der HSG konnten die Saarländer zum Pausenpfiff (15:15) ausgleichen. „Wir haben nach einem furiosen Start das Spiel unnötig spannend gemacht, dann aber Moral bewiesen und den Rückstand wieder wettgemacht, der Knackpunkt war, dass wir nichteingebrochen sind“, freut sich Keeper Manuel Weinmann.

Nach dem Wiederanpfiff galt zunächst offener Schlagabtausch (19:19, 36.), langsam kämpften sich die Hasseler erneut nach vorne (21:19, 40.). Doch die Trierer blieben dran, ein Kampf auf Messers Schneide entbrannte, schließlich ging es um den Klassenverbleib für beide Teams. Der Angriff der Heimmannschaft wurde jetzt präziser vorgetragen, Manuel Weinmann hielt nicht nur Siebenmeter und brachte in dieser Phase (29:22, 50.) die Gäste zur Verzweiflung. Doch entschieden war die Partie damit noch lange nicht, denn Biewer reduzierte den SGH-Vorsprung auf drei Treffer (32:29, 58). Vier Minuten lang gelang den Gastgebern kein Tor, doch Alexander Wesely und Martin Schwarz (59.) setzten mit ihren beiden Treffern das Endergebnis zum 34:31 fest. „Wir haben in den letzten Wochen hart gearbeitet, der Erfolg hat uns beflügelt, die Mannschaft ist über die Zeit immer besser zusammengewachsen, die Kameradschaft ist besser geworden.“, so erklärt Martin Schwarz den Erfolg.

SGH-Coach Christian Schöller lobte seine Mannschaft, weil sie in den letzten Spielen und „vor allem auch heute ihren Siegeswillen bewiesen haben.“ Sein Dank galt auch dem Publikum für die tolle Unterstützung. „Das Publikum war super, die Mannschaft hat das ihren Fans  zurückgegeben. Nach der gut zehnminütigen Schwächephase sind sie noch einmal zurückgekommen, Manuel Weinmann hat fast alles gehalten, großes Lob an ihn. Die komplette Mannschaft hat sich enorm engagiert, Charakter, Disziplin und Ehrgeiz gezeigt; Lob auch an Dominic Mader, der Einsatz bis zur letzten Sekunde gezeigt hat.“ Manuel Weinmann war sicher, dass alles gut geht. "Wir haben hart gearbeitet. Als ich heute in die Halle kam und die vielen Fans sah, die positive Stimmung spürte, wusste ich, dass wir es schaffen würden."

Leider war mit dem Ende der Saison auch Abschied verbunden. Am schwersten fiel es Dominic Mader, der zum SV 64 Zweibrücken wechseln wird. „Eigentlich hatten wir vor drei Wochen die Oberliga-RPS schon abgeschrieben. Trotzdem haben wir als Mannschaft bis zum letzten Spiel alles gegeben. Ein Glück, dass Gonsenheim gegen Biewer gewonnen hat. Ich bin seit vier Jahren hier, was ich heute im Spiel gesehen habe, war ein Kampf- und Mannschaftsgeist, spielerisch auf hohem Niveau, ich bin froh, dass ich mithelfen konnte, die Klasse zu halten, so fällt es mir nicht ganz so schwer, die SGH zu verlassen.

Auch Peter Jancik, der sechs Jahre bei der SGH spielte, und stets ein Vorbild an Disziplin und Kampfgeist war, wird aus gesundheitlichen Gründen für die Hasseler nicht mehr auf dem Feld stehen können, aber er wird noch beratend mitwirken. „In Hassel war nach Kosice meine längste Station, ich habe viele gute Menschen und Kameraden kennengelernt; es waren gute und schlechte Jahre für mich, oft musste ich mit Verletzungen kämpfen. Ich danke dem Verein, ich danke vor allem Gregor Deckert, der immer hinter mir gestanden hat.“

Dirk Blaumeiser, Martin Schwarz und Alexander Wesely wechseln in die zweite Mannschaft. Martin Schwarz erinnert sich gerne an die Zeit in der ersten. „Ich habe Höhen und Tiefen erlebt, damals hat mich Bernd Kopp in die Erste geholt, weil ich in Merzig gut gespielt habe.“ Aufhören wird aus beruflichen Gründen auch Roger Strobel, der nach seiner Torwartzeit bei der SGH noch als Torwarttrainer tätig war. Nach der Verabschiedung durch Gregor Deckert bedankte sich Kapitän Michael Deckert im Namen der Mannschaft beim Publikum für die fantastische Unterstützung während der Saison. Als neue Spieler wurden Jan Kreibig, Sebastian Marx und Simon Pytlik den Fans vorgestellt.

Tore für die SGH:
Martin Schwarz 8/4; Thorsten Blaumeiser 7, Dominic Mader, Philip Forster je 6, Michael Deckert 4, Holger Lührs 2/1, Alexander Wesely 1.

Fotos vom Saisonabschluss 2010 der ersten Mannschaft gibt es hier.

 

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