Startseite 1. Mannschaft Spielberichte Nervenkitzel pur: Aber vierter Sieg in Folge
Nervenkitzel pur: Aber vierter Sieg in Folge PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Christa Strobel   
Sonntag, den 07. März 2010 um 22:12 Uhr

Mit einer kämpferisch starken Leistung hat die SGH St. Ingbert ihr viertes Spiel  in Folge, das an Spannung nicht zu überbieten war, mit einem Sieg beenden können. Die St. Ingberter holten auswärts die Punkte gegen die TG Osthofen mit 35:34 (18:18) und belegen im Moment den anvisierten sicheren zehnten Tabellenplatz in der Oberliga RPS.

Dezimiert und grippegeschwächt (Jaroslav Dobrovodsky, Michael Deckert, Martin Schwarz) reisten nur 11 Spieler an. Kurz vor der Abfahrt  kam die Hiobs-Botschaft. Auch Dominic Mader konnte krankheitsbedingt nicht mitmischen. Verletzt ist immer noch Holger Lührs. Für Coach Christian Schöller hatten Michael Deckert, Bernd Kopp und Peter Jancik diese Woche das Training absolviert. Obwohl die Mannschaft gerade das Minimum darstellte, hatte dies keineswegs negative Auswirkungen, sondern schweißte die Mannschaft erst recht zusammen. Da Physio Michael Franz ebenfalls fehlte, hatte Joachim Thamm die Funktion des Mannschaftsarztes übernommen. Im Fanbus hatte heute niemand mehr Platz gehabt. Gleich zu Beginn konnte man feststellen, dass heute die Einstellung hundert Prozent stimmte. Nach zehn Minuten führten die Gäste bereits mit 9:3. Allmählich fingen sich die Jungs von Karlfried Gärtner, stellten ihre Abwehr nach einer Auszeit um und kamen immer näher heran. Als die Saarländer mit nur vier Feldspielern auf dem Parkett agierten, fiel der Ausgleich zum 15:15 (23.), eine Minute später die Führung für die Gastgeber. Beim 18:16 durch die Osthofer verstärkte Kapitän Michael Deckert den Druck, so dass sein Team zum Pausenpfiff den Ausgleich erzielen konnten.

In der zweiten Halbzeit forcierten die Gastgeber ihre Abwehrleistung sowie ihr Tempo, Jaroslav Dobrovodsky wurde in Manndeckung genommen, kaum ein Ball kam zu Michael Deckert an den Kreis durch. Durch Tempospiel und technische Fehler der SGH bedingt, zogen die Pfälzer mit 24:20 (36.) davon. Der torgefährliche Michael Keller wurde nun von Michael Deckert kurz gedeckt. Jetzt traf es die Osthofer mit Zweiminutenstrafen. Vier Feldspieler ermöglichten, dass die Gäste den Abstand wieder verringerten (24:22, 38.). Bis zur 50. Minute lief es so weiter. Aber plötzlich machte die SGH Dampf, schloss Tor um Tor auf, der Ausgleich (51.) genügte den Saarländern nicht. Beim Stande von 30:33 (55.) für die St. Ingberter gab es für diese zweimal zwei Minuten Zeitstrafe. Aber „Jetzt erst recht“, so Michael Deckert, „Wir haben den Gastgebern unser Spiel aufgedrückt.“ Manuel Weinmann parierte die Angriffe des Gegners. Beim 33:35 (59.) klang es schon „Auswärtssieg“ aus der SGH-Kurve. Ein Kampf auf „Messers Schneide“ setzte ein. Die TG konnte noch fünfzehn Sekunden vor Spielende einen Siebenmeter (34:35) verwandeln. Dabei blieb es.

„Wir haben nicht aufgegeben, es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, wir haben unsere Chancen genutzt.“, so Peter Jancik, der durch seine Disziplin einen wichtigen Beitrag zum Sieg geleistet hatte. Ganz angetan von dem Teamgeist war auch Christian Schöller. „Besonders in der zweiten Halbzeit hat unsere Defensive besser gestanden, gegen Schluss konnten wir viele Gegenstöße und Chancen des Gegners abwehren. Wir haben super gekämpft.“ Manuel Weinmann, der die SGH im Spiel hielt, war außer Atem. „Es war eine Achterbahn heute, souverän angefangen, klare Führung, dann kam der Gegner. Es war eine heiße Kiste. Mit einer engagierten Leistung haben wir das Ruder nach dem Rückstand noch einmal herumgerissen. Es war ein faires Spiel.“ „Gekämpft haben wir bis zum Umfallen. Manche spielten fast durch, Wechselalternativen gab es nicht. Das Team hat Moral gezeigt.“, so Kapitän Michael Deckert. „Jetzt müssen wir nur noch am kommenden Samstag zu Hause gegen Friesenheim II gewinnen.“

Tore für die SGH:
Oliver Küch 8/4, Jaroslav Dobrovodsky 7, Thorsten Blaumeiser 6, Michael Deckert, Marc Hennrich je 4, Peter Jancik 2/2, Alexander Wesely, Philip Forster je 2.

Fotos von dem Spiel gibt es hier.

 

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